Gemeinsam gegen Rassismus und Ausgrenzung

Vor zehn Jahren zündeten Mitglieder des selbsternannten »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) in der Mitte der Kölner Keupstraße eine Nagelbombe. 22 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. Wie eine Untersuchung des Bundeskriminalamts ergab, war der mit hunderten von Nägeln gespickte Sprengsatz so konstruiert, dutzende Menschen in den Tod zu reißen.Nach dem Anschlag herrschte in Köln Entsetzen. Die ermittelnden Behörden und der Bundesinnenminister schlossen lange Zeit einen rechtsextremen Anschlag aus. Vielmehr sei von »Auseinandersetzungen im Milieu« auszugehen. Sieben Jahre später wurde bekannt, dass die Terroristen nicht nur diesen Anschlag ausführten, sondern in einer brutalen Mordserie zehn Menschen töteten. Die Unterstützer dieser Gruppe, sofern sie noch am Leben sind, stehen nun vor Gericht.

Wir, die wir nicht für möglich gehalten haben, dass in unserem Land wieder rechtsradikale Mörderbanden unterwegs sind, stehen in der Verantwortung. Wir können nicht ungeschehen machen, was passiert ist. Aber jetzt, da die Gefahr klar benannt ist, wollen wir zusammenstehen! In Solidarität mit den Anschlagsopfern kämpfen wir gegen Ausgrenzung und Diskriminierung und für das Recht jedes Einzelnen auf ein selbstbestimmtes Leben. Auch für die Menschen, die als Flüchtlinge Zuflucht bei uns suchen.

Für uns gilt, was sich Semiya Şimşek, die Tochter des im Jahr 2000 vom NSU ermordeten Enver Şimşek, von Herzen wünscht: »Wir alle, gemeinsam, zusammen, nur das kann die Lösung sein.«

Gegen Neonazis, Rassismus und Ausgrenzung. Für eine gerechte und solidarische Gesellschaft.

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Deshalb laden wir am 7. / 8. und 9. Juni 2014 nach Köln-Mülheim ein. Wir wollen an alle Opfer des rechten Terrors erinnern, debattieren, ein großes Kunst- und Kulturfest feiern und auf einer Kundgebung demonstrieren. Wir werden ein sichtbares Zeichen der Solidarität setzen. Wir wollen eine gemeinsame Zukunft, wir wollen mehr Zusammenhalt!

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